Was Regulation tatsächlich bedeutet, 6 Punkte für Dich
Safety first
Du willst Dich hinsetzen und endlich Deine „Stille Zeit“ machen. Du ärgerst Dich, weil Du merkst, dass es in Dir alles andere als still ist. Du fragst Dich: „Was mach ich denn falsch?“
- Dein Nervensystem erlebt Stille gerade nicht als sicher.
- So kann Regulation stattdessen aussehen: Lehne Dich an und orientiere Dich im Raum: Was siehst Du, was hörst Du, was riechst Du, was spürst Du?
Ist da jemand?
Gott hat uns Menschen für Gemeinschaft geschaffen. Wenn Du allein in Deinem Zimmer immer wieder an denselben Punkt von Überforderung kommst und in Tränen ausbrichst, dann braucht es wahrscheinlich ein präsentes, reguliertes Gegenüber, das Dich sieht, hört und versteht.
Hier die gute Nachricht:
- Gott ist die regulierteste Person ever.
- Gleichzeitig kann es sein, dass Du auch einen Menschen an Deiner Seite brauchst, der mit Dir im Kontakt ist.
- Regulation entsteht zuerst durch Co-Regulation.
Sein dürfen statt optimieren
Wenn Du den Kloß im Hals spürst, dann musst Du diesen nicht auflösen, bewerten oder wegbeten. Du kannst ihn erst einmal wahrnehmen, stehen lassen und Dich annehmen mit dem, was jetzt gerade da ist. So, wie auch Gott Dich annimmt.
Regulation beginnt dort, wo Du etwas wahrnimmst, ohne es gleich verändern zu wollen.
Sei achtsam mit Dir
Damit meine ich hier: Überforder Dich nicht. Mehr ist nicht immer besser. Wenn Du etwas in Dir wahrnimmst, was unangenehm ist, musst Du das nicht in allem Umfang spüren. Das ist nicht zielführend, sondern würde Dein Nervensystem wieder überfordern.
- Es reicht ein klein wenig davon wahrzunehmen, um innerhalb Deines Stresstoleranzfensters zu bleiben.
- Am besten mit einer stabilen Person Deines Vertrauens an Deiner Seite.
Integration
Du hast eine Erkenntnis bekommen und konntest weinen. Das kann manchmal ganz schön anstrengend sein. Regulation fragt hier nun: Wie gehst Du DANACH mit Dir um?
Wärme, Langsamkeit, Ruhe und Kontakt hilft an dieser Stelle, um integrieren zu können, was davor durchgebrochen ist. Damit lässt Du Dein Nervensystem nicht allein.
Wiederholung trifft Sicherheit
Nervensystem-Regulation ist kein Aha-Moment. Kein „Jetzt hab ich’s verstanden“, sondern eine körperliche Erfahrung, begleitet durch Verlässlichkeit, durch Wiederholung, durch Langsamkeit und einen sicheren Rahmen.
Wirkliche Regulation ist kein Selbstoptimierungsprogramm. Sie ist ein Beziehungsprozess, zwischen Dir und Deinem inneren Erleben, mit Gott an Deiner Seite. Das darf in Ruhe wachsen. Gerade für hochsensible Nervensysteme.







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